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Nachhaltigkeit

Nachhaltig

Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.

Albert Einstein

Der Nachhaltigkeitsgedanke steht im Wilhelmshof über allem:

Durch Arbeiten im Einklang mit der Natur schaffen wir einen Raum in welchem Menschen und Natur in friedlicher Koexistenz leben und gedeihen können und auch für die nächsten Generation erhalten bleibt.

Mit der Herausgabe des ersten Nachhaltigkeitsberichtes nach den offiziellen GRI4-Leitlinien 2016 und Veröffentlichung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) 2023 mit seinen zwanzig Kriterien haben wir als erstes und bislang einziges deutsches Weingut unsere Bemühung um Nachhaltigkeit dokumentiert und transparent gemacht.

Der Gedanke der Nachhaltigkeit mit seinen drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales prägt unser Handeln vom Weinbau bis hin zur Vermarktung.

WIR SIND BIO-ZERTIFIZIERT

Zeichnung Raupe
Keine Herbizide und Insektizide

Beikräuter regulieren wir mechanisch – mit Unterstockgeräten und im Jungfeld ganz traditionell mit der Handhacke.  So halten wir die Beikräuter in Schach und vermeiden, dass sie mit den Reben um Wasser und Nährstoffe konkurrieren.

Auch bei Schädlingen setzen wir auf biologische Methoden: Pheromone verwirren den Traubenwickler und verhindern seine Vermehrung. Da wir keine Insektizide einsetzen, können sich natürliche Nützlinge wie Raubmilben vermehren. Sie halten die Rote Spinne in Schach, ohne den Reben zu schaden.

Zeichnung Traube
Verzicht auf mineralische Stickstoffdünger

Wir verzichten auf mineralische Stickstoffdünger und setzen auf natürliche Nährstoffkreisläufe. Wir bewirtschaften einen eigens von der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße genehmigte Kompostmiete um Humus für unsere Weinberge zu gewinnen. Auch organisches Material aus der Weinbereitung, etwa Traubenhäute und Rappen, führen wir in den Nährstoffkreislauf zurück.

Der Aufwuchs unserer Sommer- und Winterbegrünung verbleibt ebenfalls im Weinberg. Er liefert organische Substanz, fördert den Humusaufbau und verbessert die Bodenstruktur. Die Begrünung schützt den Boden vor Abschwemmung und verringert das Erosionsrisiko. Ein höherer Humusgehalt kann zudem dazu beitragen, Wasser besser im Boden zu speichern und für die Reben verfügbar zu halten.

Zeichnung Weinfass
Energie sparen im Weinkeller

Auch bei der Vinifikation im Weinkeller setzen wir auf natürliche Gegebenheiten und durchdachte Technik. Unsere speziell gebauten Erdkeller nutzen die kühlende Wirkung der umliegenden Erde und des Grundwassers. Dadurch können wir auf eine aufwendige aktive Wärme- und Kältetechnik zur Temperaturregulierung in den Erdkellern verzichten.

Die Sandsteinwände im Holzfasskeller und Sektrüttelkeller nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie temperaturregulierend an die Umgebung ab. Das unterstützt ein ausgeglichenes Kellerklima und schafft gute Bedingungen für die Reife und Lagerung unserer Weine und Sekte.

Zusätzlich nutzen wir mit einer selbst entwickelten Ventilatorschaltung die kühle Nachtluft, um die Kellertemperatur zu regulieren. Ressourcenschonend.

TROCKEN-MAUER

Während der Flurbereinigung in den 60er Jahren fielen zahlreiche Hecken, Bäume und Nischen als Brutstätten und Lebensraum für Tiere einfach weg. Durch Anlegen von Streuobstwiesen, Blühstreifen, einer 70 Meter langen Trockenmauer in der Lage Frankweiler Petersbuckel, den Gabionen in der Gewanne Auf´m Berg schaffen wir Rückzugsorte und neuen Lebensraum für Kleintiere und Insekten.

LEBENS-TÜRME

Auf unseren Weinbergen stehen mittlerweile drei 5-Meter hohe Lebenstürme. Diese bieten auf nur einem Quadratmeter Fläche in verschiedenen Stockwerken Igeln, Mäuse, Wildbienen, verschiedenen Vogelarten und zahlreichen Insekten und Kleintieren Unterschlupf. Sie dienen zur Erhaltung der Artenvielfalt, denn durch die Monokultur haben viele Lebewesen ihren natürlichen Lebensraum verloren.

Nachhaltigkeitsbericht zum Download
Wir sind Pioniere

Die Nachhaltigkeit liegt uns aber schon seit langem am Herzen. Schon Vater Herbert Roth wurde in den 70er Jahren bei seinem Studium an der Universität in Heidelberg durch das Buch „Grenzen des Wachstums“ vom „Club of Rome“ für dieses Thema sensibilisiert. Dazu kommt bis heute ein reger Gedankenaustausch mit einem Schulfreund, der Umweltwissenschaften studiert hat. Seitdem ist der Wilhelmshof ein echter Nachhaltigkeits-Pionier im Weinbau. Ob Experimente mit neuen resistenten Rebsorten, innovativen Verpackungen und ressourcenschonenden Kellertechniken: wir versuchen stetig aufs Neue, noch nachhaltiger zu werden.

 

Wir sind energieeffizient

Zum Gesamtkonzept gehört die nachhaltige Energiegewinnung durch Photovoltaik. Rund 40 Prozent des selbst erzeugten Stroms werden im Weingut verbraucht. Seit Jahren ist eine zusätzliche Photovoltaikanlage mit Stromspeicher geplant, scheiterte bisher an der Genehmigung durch den Netzbetreiber. Mit dem neuen EEG von 2021 ist zwar jetzt die gesetzliche Hürde weggefallen, nun hat der Installateur angekündigt wegen Arbeitskräftemangels, bzw. zu hohem Auftragsvolumen die Arbeit erst 2023 ausführen zu können!

Durch das Verbrennen der alten Rebstöcke mit einem Holzvergaserkessel, der sehr energieeffizient und schadstoffarm ist, konnte der Heizölverbrauch um 70 Prozent gesenkt werden. Nicht zuletzt ersetzt im Neubau des Wohnhauses mit Büro eine solarbetriebene Wärmepumpe den alten Ölheizkessel.

 

Wir denken sozial

Auch soziales Engagement ist uns im Gut sehr wichtig. Seit vielen Jahren organisieren wir auf unserem Gut kulturelle Veranstaltungen um jungen Künstler, Musikern, Maler, Bildhauern etc. eine kostenlose Plattform zu geben, damit sie ihre Werke öffentlich präsentieren können. Während der Flüchtlingskrise 2015 starteten wir auf Initiative des jungen Teams und der internationalen Lesehelfer das Projekt Multikulti-Wein, an dessen Ende eine Spende von 16.000 Euro für Terre des Hommes stand.

All dies tun wir freiwillig, das ist eine Frage der Haltung.

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